Roadtrip an der Westküste der USA – Von San Francisco nach Las Vegas

Im September 2017 bin ich, Alex, mit einem sehr guten Freund zu einem Roadtrip an die Westküste der USA aufgebrochen. Wir sind schon vorab von einer puren Reizüberflutung ausgegangen, doch was uns da an den unterschiedlichsten Eindrücken begegnet ist – damit haben wir nicht gerechnet. Wir sind 16 Tage in den Staaten geblieben und haben unter anderem das Stadtleben in San Francisco genossen oder die atemberaubende Natur im lebensverändernden Yosemite National Park auf uns wirken lassen. Der Roadtrip war gar nicht komplett durchgeplant, was Vor- oder auch Nachteile mit sich brachte. Unser Tipp: Bucht die wichtigsten Unterkünfte vor Beginn Eurer Reise.

Unsere Route:

San Francisco

Apple Campus in Cupertino

Yosemite National Park

Morro Bay

Los Angeles

Las Vegas

San Francisco

Der erste Tag in Amerika:

Wir sind von Düsseldorf über London nach San Francisco mit British Airways geflogen und mitten in der Nacht am San Francisco International Airport angekommen. Was wir zuvor nicht bedacht haben: Wir haben die Unterkunft nicht von Deutschland aus gebucht und mussten uns erst einmal vor Ort eine Schlafmöglichkeit suchen. Das hat sich nachts leider überhaupt nicht einfach gestaltet. Zu unserem größten Pech hatten wir vorerst auch keinen Zugang zum Internet, um uns eine geeignete Unterkunft zu buchen. Was macht man also heutzutage in der medienüberfluteten Welt, wo wir normalerweise recht schnell unser Smartphone zücken können, um unseren Standort zu bestimmen oder die Verfügbarkeit von Unterkünften und ihre Bewertungen zu prüfen? Richtig – Augen auf, Schilder lesen und viele liebe Menschen um Hilfe fragen. Das haben wir auch gemacht und sind zunächst mit der BART Richtung Zentrum gefahren. BART steht für „Bay Area Rapid Transit“ und ist ein kombiniertes U-Bahn-/ S-Bahn-System, dass die größten Orte San Franciscos miteinander verbindet. Dort haben wir freundliche Menschen getroffen, die uns mit ein paar Tipps weitergeholfen haben, sodass wir eine Unterkunft im Zentrum gefunden haben. Damals habe ich mir als Notiz aufgeschrieben: „Hostel 16th Avenue Market Street – dirty, scary, small“. Das Hostel war leider überhaupt nicht sauber und wir mussten uns ein Gemeinschaftsbad teilen. Grundsätzlich wäre das auch kein Problem gewesen, wenn das wenigstens hygienisch gewesen wäre. Naja, für die Planung unseres Roadtrips und für den Schlaf nach dem 19 Stunden Flug hat uns die Unterkunft zweckgemäß ausgereicht.

Weiter geht´s

Nach den ersten zwei Nächten war es dann soweit – Der Roadtrip konnte starten. Den ersten Tag in San Francisco haben wir größtenteils noch mit der Planung verbracht, uns in der Stadt ein wenig umgeguckt und das Hafenviertel, den Fisherman’s Wharf, besichtigt. Von dort aus könnt Ihr gut die Golden Gate Bridge und Alcatraz in der Ferne erblicken. San Francisco wollten wir uns ansonsten noch für das Ende unserer Reise aufheben. Aufgrund der vielen Sehenswürdigkeiten reicht ein Tag definitiv nicht aus, um auch nur annähernd einen Überblick über die Stadt zu erhalten. Aus diesem Grund haben wir uns vorab schon entschieden, am Ende unseres Roadtrips noch fünf Tage in San Francisco zu verbringen und von dort aus nach Deutschland zurück zu fliegen.

Wir sind mit unserem Dodge Charger losgedüst, den wir uns online – als wir dann endlich WLAN zur Verfügung hatten – gemietet haben und am Flughafen abholen konnten. Eigentlich wollten wir ganz klischeehaft einen Mustang haben, auf den hätten wir jedoch stundenlang warten müssen. Der Dodge Charger ist für einen Roadtrip jedoch auf jeden Fall zu empfehlen!
Unser erstes Ziel war der Apple Campus in Cupertino, der erst einen Tag vor unserem Besuch eröffnet hat. Besser kann es doch gar nicht sein, haben wir uns damals gedacht. Als wir vor Ort waren, haben wir erfahren, dass dieser noch gar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, sondern nur von der Presse betreten werden darf. Daher haben wir uns dort das Visitor Center angeschaut und versucht den ein oder anderen Blick auf das Apple-Ufo zu erhaschen. Gelohnt hat es sich leider nicht. Wir haben versucht, durch einen Zaun hindurchzugucken, um ein wenig mehr vom Campus sehen zu können, als wir dann jedoch die breiten Kerle mit ihren Maschinengewehren gesehen haben, haben wir doch ganz gerne den Rückzug angesteuert. Direkt danach ging es ab in den Yosemite National Park, mein persönliches Highlight.

Das Visitor Center in Cupertino

Der Yosemite National Park

Der Eingang zum Yosemite National Park

Sprachlos – Das Wort, welches unseren Aufenthalt im Yosemite National Park am besten beschreibt. Kurz vor Beginn sind wir auf eine Ranger Station gestoßen und haben uns über den Yosemite informieren wollen. Für uns war auf Anhieb klar: Wir wollen auf den Half Dome. Diesen Wunsch hat der Ranger uns sehr schnell genommen, denn um den Half Dome zu besteigen, braucht Ihr eine Genehmigung und die Ausstellung dieser braucht ca. 3 Tage Zeit – Zeit, die wir leider nicht hatten. Daher haben wir uns dazu entschieden, uns andere Hiking Routen zu suchen. Ein Tipp des Rangers: Wenn Ihr nach Feierabend aus dem Park herausfahrt, könnt Ihr die Gebühren für den Park umgehen. Wenn Ihr jemals im Yosemite National Park sein solltet, ist es auch ganz wichtig, keinen Müll zu hinterlassen. Dies zieht die freilebenden Bären an. Wir haben während unseres Aufenthalts keinen Bären zu Gesicht bekommen, sie halten sich fern von den Menschen, die tagtäglich durch den Park wandern. Wer jedoch Müll hinterlässt, braucht sich nicht wundern, wenn die Bären sich schnuppernd an Euren Resten bedienen.


Im Yosemite Village gibt es verschiedene Unterkunftsmöglichkeiten, uns waren diese jedoch zu teuer. Daher haben wir uns eine Alternative gesucht, die wir eine halbe Stunde entfernt gefunden haben. Groveland – Die Stadt mit dem ältesten Saloon Kaliforniens. Hier haben wir in einem Hostel übernachtet. Die Unterkunft war super günstig und wir hatten alles was wir brauchten. Eigentlich handelt es sich bei dieser um ein Mehrbettzimmer, in dem 16 Menschen Platz gefunden hätten. Zu unserem Glück haben wir die erste Nacht für uns alleine in diesem Zimmer verbracht. Die Nächte darauf haben wir sehr nette Menschen aus verschiedenen Nationen mit unterschiedlichen Lebensgeschichten und Zielen kennengelernt. Es war ein sehr entspannter Aufenthalt.

Der älteste Saloon Kaliforniens

Am nächsten Tag sind wir früh morgens zur Route der Yosemite Falls aufgebrochen. Wir haben knapp 4 Stunden gebraucht, um bis nach ganz oben zu steigen. Es hat sich sehr lange hingezogen, zwischenzeitig ging es sehr steil nach oben. Größere Steine lagen auf dem Weg, die wir überqueren mussten, um auf dem Weg zu bleiben. Aber dieser Ausblick war die Anstrengung und Mühe allemal wert.

Etwa eine halbe Stunde vom Yosemite Point entfernt, befindet sich eine abgelegene Stelle, an der einige Personen oberhalb der Wasserfälle schwimmen gegangen sind. Es war EISKALT! Hier haben wir uns eine kurze Verschnaufpause gegönnt. Danach sind wir noch das letzte Stück hoch zum Yosemite Point gewandert. Von hier aus könnt Ihr das gesamte Tal überblicken und Ihr habt eine wundervolle Aussicht auf den Half Dome. Es war schlichtweg atemberaubend. Nie zuvor bin ich an so einem schönen Ort gewesen. Für mich war es ein komplettes Freiheitsgefühl, wie wir am Abgrund saßen, die Aussicht, das Wasser, die Berge und Felsen zu bestaunen. Naturphänomene zu sehen, die es in der Heimat nicht gibt, all das, was Menschen nicht geschaffen haben. In diesem Moment überkamen mich unglaublich viele Gefühle. Mit dem Blick in die Ferne ist mein bisheriges Leben an mir vorbeigezogen und ich konnte zwischen den Wichtigkeiten und den Nichtigkeiten im Leben unterscheiden. Den Wert des Lebens und die Schönheit dessen ist mir mit einem Schlag bewusst geworden. Alltagsprobleme scheinen fern, nur die Gegenwart ist relevant. Das Hier und Jetzt, indem ich mich befand. Mir fehlten buchstäblich die Worte: „The montains speaks for themselves“. Wenn ich nun in Erinnerungen schwelge, kommt es mir so vor, als wäre ein Traum wahrgeworden.

Ein Pool oberhalb der Yosemite Falls

Nachmittags sind wir dann wieder hinabgestiegen und haben uns für den nächsten Tag ausgeruht, an dem wir die Vernan Falls bis hin zu den Nevada Falls erklimmen wollten. Hier waren deutlich mehr Menschen, als am Tag zuvor unterwegs. Besonders vielen Familien sind wir begegnet. Der Vorteil bei dieser Strecke ist die Möglichkeit eines Rundgangs, sodass Ihr nicht erst den Berg hinauf und dann wieder hinabsteigen müsst. Die Wege sind vergleichsweise eben und verlaufen gerade. Der Aufstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt und ist auch für Familien zu empfehlen.

Ab an die Küste

The Morro Rock in Morro Bay

So sehr uns auch der Abschied aus dem Yosemite National Park schmerzte und wir am liebsten noch einige Tage dageblieben wären, musste wir leider weiterfahren, um unseren Zeitplan einzuhalten. Daher haben wir uns auf den Weg zur Küste gemacht, um diese entlang Richtung Los Angeles zu fahren. Auf dem Weg Richtung Küste sind wir ewig lange Strecken geradeaus gefahren. Dies zerrt kräftig an der Ausdauer. Als wir dann in Küstennähe waren, haben wir uns dazu entschieden, noch eine Nacht am Wasser zu verbringen und dachten klischeehaft an die Strände Santa Maria oder Santa Barbara. Entschieden haben wir uns dann aber für Morro Bay, der kleinen Hafenstadt. Hier waren deutlich weniger Touristen unterwegs, als in anderen Gegenden, sodass wir ganz entspannt unseren Aufenthalt in der knallen Sonne genießen konnten. Wer vor Ort noch Zeit und Lust hat, kann sich den Morro Rock angucken, einen ehemaligen Vulkan. Im Wasser sieht er eher aus wie ein Fels, der aus dem Meer herausragt. Bei Sonnenuntergang ist er jedoch recht schön anzusehen und mit den zahlreichen Seeottern und Seelöwen im Hintergrund wirkt die Kulisse wie in einem Bilderbuch.

L.A. – Weniger schön als erwartet

Das Griffith Observatorium

Nicht mal ganz in Los Angeles angekommen, traf uns der Schock. Wir sind mit unserem Dodge Charger den Freeway hinunter durch eine Unterführung gefahren und haben mit einem Schlag so viele obdachlose Menschen wie noch nie auf einem Fleck gesehen. Dafür, dass L.A. in den Medien hauptsächlich von der schönen Seite hervorgehoben wird, die Menschen nur über den Walk of Fame, Beverly Hills und Hollywood sprechen, kam uns dieses Bild nicht richtig vor. Die Stadt ist für ihren Reichtum berühmt und dennoch ist die Armutsrate erschreckend hoch.
Wir wollten der Stadt jedoch eine Chance geben und uns nicht von dem ersten Eindruck beeinflussen lassen. Gestartet sind wir vor Ort mit einem Besuch im Griffith-Observatorium. Hier habt Ihr einen super schönen Blick über L.A. Problematisch vor Ort gestaltet sich leider nur die Parkplatzsuche. Aufgrund der Touristenmassen sind diese leider sehr begrenzt. Der Eintritt in das Observatorium ist kostenlos. Die Parkplätze kosten ca. 4$ pro Stunde. Das Observatorium ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Es ist ein gigantisches Planetarium, von welchem Ihr eine geniale Aussicht über das Zentrum in L.A., Santa Monica und den pazifischen Ozean habt.

Das Hollywood Sign

Anschließend ging es weiter zum Hollywood Sign. Nach einem ca. einstündigen Fußmarsch haben wir dieses auch erreicht und konnten ein paar schöne Fotos schießen. Leider kann man sich nicht in die Nähe des Hollywood Signs begeben, auf halber Strecke befindet sich ein Schild mit einem Warnhinweis, auf dem eine Geldstrafe angepriesen wird. Letztendlich ist es interessant, dieses Mal gesehen zu haben, das Sign stellt jedoch keine so große Attraktion, wie erwartet, dar. Später wollten wir unbedingt noch den Walk of Fame sehen. Gesagt, getan. Dieser ist ca. 2km lang und überfüllt mit Sternen, auf denen die Namen der verschiedensten Stars zu sehen sind. Es gibt aber auch Unterschiede. Direkt vor dem Chinese Theater sind Unmengen an Menschenmassen unterwegs. Weiter hinten ebbt es ab und kaum Touris sind dort zu sehen. Uns hat der erste Eindruck nicht überzeugt, sodass wir uns dazu entschieden haben, keine Nacht dort zu verbringen. Im Nachhinein würde ich dennoch gerne erneut dort hin und der Stadt eine zweite Chance geben.

Wandern in der Wüste

Kurz vor Las Vegas haben wir an einem riesigen Hotel-Casino angehalten. Dort haben wir die Nacht verbracht, um fit in den nächsten Tag zu starten. In der riesigen Lobby des Hotels standen unzählige Fahrzeuge: Von einem DeLorean aus „Zurück in die Zukunft“ bis hin zu außergewöhnlichen Fahrzeugen aus „Mad Max“ war in der Ausstellung alles dabei.

Am darauffolgenden Tag sind wir in Richtung Hoover Dam aufgebrochen. Hier haben wir vorab nachgelesen, dass es den Gold Strike Hot Spring Trail gibt und dieser sehr ansprechend sein soll. Der Anfang des Pfades innerhalb der Schlucht war recht ebenerdig, aber aus Sand, was wir auf dem Rückweg sehr zu spüren bekommen sollten. Als wir den sandigen Pfad entlang gegangen sind, sind wir auf eine Stelle gestoßen, an denen Seile vorhanden waren, um den Weg zu verlassen und an Felsen hinabzuklettern. Ihr solltet auf jeden Fall auf dem vorgegebenen Pfad entlangklettern, denn mein Kumpel hat sich nicht darangehalten und musste leider die Konsequenzen spüren. Ihm ist die Kletterroute zu unspektakulär gewesen, weshalb er den einfachen Weg verlassen hat. Plötzlich habe ich einen Aufschrei gehört und meinen Kumpel nirgends mehr gesehen. Er ist abgerutscht und in einem Felsspalt stecken geblieben. Dort hing er fest und kam alleine nicht mehr herausraus. Verletzt war er glücklicherweise nicht. Es war ein Moment des Schocks – gleichzeitig wollte ich loslachen. Ich war so glücklich, dass ihm nichts passiert ist.

Der restliche Weg war sehr anstrengend, dennoch konnten wir ihn genießen. Kurz vor Ende des Pfades liefen kleine, heiße Rinnen mit Wasser über den Boden. In kleinen Ecken haben wir heiße Quellen entdeckt, von denen der Gold Strike Hot Spring seinen Namen hat. Diese flossen bis in den Colorado River hinein, wo auch unser Pfad endete. Hier waren die ersten paar Meter des Wassers total warm und die nächsten wiederrum sehr erfrischend. Nach einer guten Verschnaufpause sind wir wieder Richtung Auto aufgebrochen. Mittlerweile stand die Sonne ziemlich hoch und es ist blitzartig unglaublich heiß geworden. Auf dem halben Rückweg hatten wir bereits unsere Wasservorräte aufgebraucht. Zusätzlich hat der letzte Abschnitt dank des sandigen Bodens den Rückweg noch viel schwieriger gemacht. Unsere Empfehlung: Egal, wo Ihr in der Nähe von Las Vegas unterwegs seid: Habt immer genügend Wasser dabei.

Las Vegas

Nach unserer Wüstenwanderung sind wir nach Las Vegas City gefahren und haben in unser erstes Hotel eingecheckt. Dieses war wenige Gehminuten vom Strip entfernt. Tagsüber handelt es sich hierbei nur um eine ziemlich breite Straße, die Ihr überqueren könnt, nachts allerdings wird dieser zu einer Kuriosität. Dazu später aber mehr. Unser Hotel hatte einen Yakuzi und einen Pool und hat uns für eine Nacht ca. 49$ gekostet. Viele sagen zwar, dass sich ein Besuch in Las Vegas tagsüber nicht lohnen würde und es dort viel zu heiß sei, meiner Meinung nach stimmt das nicht ganz. Wir haben uns am Tag viele der Geschäfte vor Ort angeguckt und sind ein wenig umhergebummelt. Es war zu unserer Reisezeit zwar sehr warm, dennoch konnten wir es gut aushalten. Eine zwischenzeitige Pause im Schatten ist jedoch jederzeit zu empfehlen. Abends sind wir in das Burgerrestaurant „White Castle“ gegangen, dass wir aus dem Film „Harold & Kumar“ kennen. Die Burger waren unglaublich lecker. Hier bekommt Ihr nicht nur einen Burger, sondern viele viereckige Mini-Burger serviert. Danach sind wir in ein paar Seitenstraßen des Strips gegangen und haben uns die vielen Künstlerinnen und Künstler sowie die Geschäfte angeschaut: Nachts schläft Vegas nicht. Wir haben sehr viele Straßenkünstler gesehen. Am meisten hat mich eine Straßenkünstlerin fasziniert, die eine unglaublich starke Stimme hatte, der wir einige Minuten gelauscht haben. Es war einfach „amazing“.

Am nächsten Tag haben wir uns eine Besonderheit gegönnt. Wir haben uns eine Nacht im Bellagio gebucht. Nachdem wir den Rest des Trips ziemlich günstig und genügsam gelebt haben, wollten wir gerne auch das Protzige der Westküste entdecken. Als wir unser Zimmer betraten, waren wir überwältigt. Wir haben ein vergoldetes Zimmer mit dem Blick auf die Poollandschaft im Hotel bekommen. Die Betten waren riesig. Der Luxus war überall nur am strotzen. Dies war vor allem merkbar an den Preisen. Ein Cocktail an der Poolbar hat beispielsweise ca. 20$ gekostet. Dennoch hat die Poollandschaft für sich gesprochen.

Überall gab es verschiedene Pools, die von Palmen umgeben waren. An jeder Ecke werdet Ihr umsorgt, die Menschen begegnen Dir freundlich und strahlen eine positive Arbeitsatmosphäre aus. Bei dem Ambiente – kein Wunder. Abends sind wir erneut über den Las Vegas Strip gelaufen und haben uns die atemberaubenden Shows vor den Hotels angeschaut. Jede von diesen ist einzigartig. Es gibt einige mit Wasserspiel, andere werden wiederum mit Feuer vorgeführt. Hier wurde sehr viel Arbeit investiert, um den Touristen ein Spektakel zu bieten, mit der die Stadt wiedergespiegelt wird. Diese solltet Ihr Euch auf jeden Fall nicht entgehen lassen, wenn Ihr vor Ort seid. Als wir dann dem Strip weiter gefolgt sind, konnten wir die verschiedenen Hotels erblicken: von Disneyschlössern bis hin zu Sphinxen mit Pyramiden. Ich fand die Arbeit der Architekten wirklich sehr beeindruckend.

Am nächsten Tag ging es dann zu unserer letzten Etappe der Reise: zurück nach San Francisco. Aber diesmal mit dem Flugzeug. Wir haben unseren Dodge Charger, der uns mittlerweile ans Herz gewachsen ist, widerwillig am Flughafen zurückgelassen. Dort ist uns eine Besonderheit aufgefallen: Typisch Las Vegas – in jeder Ecke des Flughafens befinden sich zahlreiche Spielautomaten, an denen die Menschen pausenlos am zocken waren. Die Spielsucht kommt in Vegas bestimmt nicht zu kurz.

San Francisco – Anfang und Ende einer Reise

Dort zurück, wo alles begann: San Francisco. Jeder von Euch hat schon einmal von der Golden Gate Bridge gehört, wir durften Sie live erleben.

Die Golden Gate Bridge

Noch in Deutschland haben wir uns ein Hotel gebucht: Das Minna Hotel. Wie es sich herausstellte, haben wir eine sehr gute Wahl getroffen, denn wir waren sehr zentral gelegen und hatten es nicht weit bis zu den öffentlichen Verkehrsmitteln. Im Minnas habt Ihr zwar Gemeinschaftsbäder, diese sind zur Abwechslung aber sehr sauber gewesen. Außerdem hatten wir auf dem Zimmer ein eigenes Waschbecken, was den Komfort ziemlich erleichterte. Besonders gut hat mir das kontinentale Frühstück gefallen. Jeden Morgen saßen wir mit den unterschiedlichsten Menschen zusammen, konnten uns ausgezeichnet unterhalten und neue Bekanntschaften schließen. Für uns folgten nun  fünf Tage voller Spannung. Wir konnten die verschiedensten Seiten dieser riesigen Stadt kennenlernen: Vom Großstadtchaos bis hin zum Golden Gate Park, in dem zahlreiche Menschen in Ruhe meditiert haben. Der Golden Gate Park hat mir an der Stadt besonders gut gefallen. Dieser ist riesengroß und lässt Euch mittendrin vergessen, dass Ihr Euch eigentlich in einer Großstadt befindet. Hier gibt es unter anderem Waldflächen, Wasserflächen, Sportplätze und ein Stadion. Die Vielseitigkeit des Parks brachte uns permanent zum Staunen. In einem Teil des Parks waren durchgehend Menschen unterwegs, die sich sportlich betätigt haben, in einem anderen dafür war meilenweit keine Menschenseele zu sehen, sodass wir die Ruhe genießen konnten.  

Aussicht aus dem Golden Gate Park

Bisher ist San Francisco eine meiner Lieblingsstädte auf der Welt. Ich habe dort sehr viele freundliche Menschen getroffen und viele spannende Tage erlebt. Es lohnt sich auf jeden Fall, sich ein Rad auszuleihen und mit diesem über die Golden Gate Bridge zu fahren. Es gibt eine extra Fahrradseite der Brücke, sodass Ihr zügig von Anfang bis Ende fahren könnt. Während der Fahrt könnt Ihr ganz San Francisco überblicken.

Der Roadtrip ist eine Reise, an die ich mich gern erinnere. Ich habe das Gefühl, mich dort besser kennengelernt zu haben. Im Alltag setzt man sich viel zu selten mit sich selbst auseinander. An einem ganz anderen Ort der Welt, wo alles unbekannt und unvertraut ist, wird man mit der eigenen Persönlichkeit konfrontiert, ob man will oder nicht. Ich habe mich verändert, neue Erfahrungen gemacht, ein paar hässliche, doch größtenteils schöne Seiten der Welt kennengelernt. Die Welt ganz anders wahrgenommen. Ich bin dankbar. Dankbar für diese unglaubliche Erfahrung.

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